Als ich März 2012 diese Villa bezog, war ich so glücklich, sie mieten zu können.
1 1/2 Jahre später wurde aus dem Traum ein Alptraum.


„Was immer nur funktioniert, ist kein Abenteuer“
Armin Müller-Stahl

Drei Monate lebte ich in diesem schönen Haus, direkt an einer Laguna, mit Blick über das Wasser und in die Berge und nahe der Stadt - und - dann bekam ich unerwünschte Mitbewohner. 

Im meinem Schlafzimmer war eine Art Truhen-Bank installiert und in diese hatte ich meine Koffer und Reisetasche deponiert. Eines Tages nun wollte ich eine Tasche aus dieser Truhe herauszuholen. Ich öffnete den Deckel und schrak voller Entsetzen zurück – die Truhe war voll von kleinem Getier. Ich nahm einen kleinen roten Stoff-Samsonait-Koffer heraus, er war völlig zerfressen, auch die Taschen waren wohl eine Delikatesse für diese Viecher. 

 

Dass das Termiten sind, wusste ich nicht, ich hatte ja noch nie welche gesehen.

Ich meldete meiner Thai Vermieterin sofort diesen Viecherbefall und ich dachte, sie wird mir gleich ihre Leute schicken und dieses Getier beseitigen. Falsch gedacht.
 

Thais leben mit Termiten und regen sich nicht so fürchterlich darüber auf wie wir Europäer. Sie ließ dann aber doch diese Truhenbank heraus reißen, es wurde alles desinfiziert, repariert, gestrichen und zugenagelt. Und ich lebte in dem falschen Glauben, die Termiten sind ausgerottet.

Fast ein Jahr ging auch alles gut, ich sah zumindest keine Viecher mehr. Sie gönnten mir eine Verschnaufpause . . .

Eines Abends komme ich in mein Schlafzimmer und der Vorhang samt Vorhangstange war von der Wand gefallen. Völlig verständnislos starrte ich auf meine Vorhänge, es war mir unbegreiflich, wie die fest verschraubten Vorhangstangen einfach so herunter fallen konnten. 

Am nächsten Tag informierte ich gute Bekannte und bat sie, doch mal nachzuschauen, was da passiert ist. Resultat: Termiten hatten die Halterungen und das gesamte Gestänge zerfressen. 


Ich war in heller Panik, informierte alle Leute die ich kenne, um

einen Rat zu bekommen, was ich denn hier tun soll. 

Meine Vermieterin meinte, ich müsste einfach drei Monate ausziehen, dann würden sie das Haus richten. Im Haus bleiben könne ich nicht, da es mit hochgiftigen Chemikalien behandelt werden müsste.

In Thailand gibt es fast 100 verschiedene Arten von Termiten. Die meisten wohnen in Wäldern und verarbeiten dort totes Holz.

 

Termiten hören im Land des Lächelns auf den schönen Namen "Pluak".

Weil sie die Termiten dem Holz "ein Ende bereiten", wurden sie von den Römern "Termes" benannt. Sie ernähren sich von der Zellulose und vom Lignin toter Bäume und heruntergefallener Blätter. Als Verdaungshilfe haben sie sich Geisseltierchen zugelegt, die in ihren 
Enddarmen leben und dort das unverdauliche Pflanzenmaterial in wertvolle Nahrung verwandeln.

Ich zog einen Fachmann zu Rate, einen Engländer, der auf „Pest-Control“ spezialisiert ist und mit biologischen Mitteln Ungezieferbefall behandelt. Er hatte festgestellt, dass das gesamte Schlafzimmer und das angrenzende Bad völlig von 
Termiten "bewohnt" war. Ich war hysterisch vor Ekel.

Mein erster Gedanke - ich ziehe sofort aus. 
Aber das mit dem Sofort-ausziehen ist in Thailand nicht so einfach. Häuser und Appartements gibt es genügend in Hua Hin, aber auf die Schnelle etwas zu finden, ist schier unmöglich. Ich raste fast täglich in und um Hua Hin herum, verhandelte mit Maklern und Hauseigentümern und fand dennoch nicht eine Bleibe, bei der ich nicht vom Regen in die Traufe komme oder sie völlig überteuert waren.

Die Termiten reichten nicht, dazu kam die Überschwemmung.
Nicht nur die Termiten waren das große Problem. Im Oktober und November 2012 regnete es derart stark in Hua Hin, wie man es seit 60 Jahren nicht mehr erlebt hatte. Viele Leute kamen tagelang nicht mehr aus den Häusern, die Straßen standen völlig unter Wasser, die Kanäle sind meistens verstopft.

Mein gemietetes Haus stand ja direkt an der Laguna, deren Ufer an meinem Haus nicht befestigt war. Die Laguna konnte das Wasser nicht mehr aufnehmen, trat über das Ufer, überschwemmte kniehoch den Garten  und ich konnte zuschauen, wie das Wasser stieg und stieg.

 
Zu den schweren Regenfällen und Gewittern kamen noch heftige Stürme, die Bäume und Sträucher entwurzelten - auch in meinem Garten fielen Bäume einfach um -  ein beispielloser Dreck und Schlamm. Eine Brutstätte für alles mögliche Getier.

Meine Vermieterin interessierte das alles nicht, Hilfe war von ihr - einer Thai-Lady - nicht zu erwarten.

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BRIGITTE SEIDLER
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